
Es sind stolze und mächtige Bäume, die über 500 Jahre alten Eichen im Eichenhain oder Witwald (Weidewald) beim Schloss Wildenstein. An einem heissen Sommertag sind wir dankbar für ihre Kühlleistung, die pro Baum etwa 10 Klimaanlagen entspricht. Die Eichen sind Wohnraum von gegen 1’000 Insektenarten und 140 Flechten. Sie trotzen der Hitze und der Trockenheit des Sommers 2026. Vermutlich gehören sie zu den Bäumen der Zukunft, während die Buchen und Fichten/Rottannen, die zusammen 56% des Schweizer Waldes ausmachen, mit Hitze und Trockenheit weniger gut umgehen können und mittelfristig eher eingehen werden. Der Hardwald in Birsfelden ist ein entsprechendes Versuchs- und Forschungslabor für den zukünftigen Wald der Schweiz. Welchen Baumarten gehört die Zukunft?
Wir sind als Pilgerinnen und Pilger mit dem Thema „Das Flüstern der Bäume“ unterwegs und lernen, wie Bäume über W-Lan (die Luft) mit chemischen Stoffen und über das WWW (wood wide web) der Wurzeln und Pilzfäden miteinander kommunizieren. (vgl. Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume). Und wir fragen uns, was in unserem eigenen Leben die Wurzeln sind, aus denen wir Kraft beziehen, was uns hilft, aufrecht zu leben (Stamm!), wie wir uns in der zweiten Jahreshälfte weiterhin entfalten wollen (Baumkrone), auf welche Früchte wir hoffen (Herbst als Erntezeit) und wie wir mit den trockenen Ästen unseres Lebens, die uns etwas Sorge bereiten, umgehen.



